Und Euref macht es auch nicht

Außenwerbung und Graffitis an der Torgauer Straße

Außenwerbung und Graffitis an der Torgauer Straße

Die „Betonköpfe“ in den Fraktionen von CDU und SPD glauben ganz fest an ihr kleines „Leuchttumprojekt“ am Gasometer und haben wie  zu erwarten in der Sitzung vom 16.03.2011 der BVV kurz vor Toresschluss gegen 21 Uhr für die vorzeitige Planreife auch ohne ausreichende Erschließung des Geländes gestimmt.

Der BV Seltz (SPD) kündigte nur einen Antrag der SPD zur Schließung der Torgauer Straße „aus Richtung“ Norden an. Gemeint ist damit vermutlich die Sperrung der Torgauer Straße von der Roten Insel her, also aus Richtung Osten. Seltz hatte sich bereits im zuvor im Ausschuss der Stimme zu diesem Antrag enthalten.

Gegen Ende der recht kurzen Aussprache ging überraschend der BV Ratzkowski von den Grauen ans Pult. Er unterstütze das Projekt zwar voll und ganz, sagte er, aber Punkt 4 – der Verkehr über die Torgauer Straße – sei der Grund, weshalb er sich bei der Abstimmung enthalten werde.

Bezirksstadtrat Bernd Krömer (CDU) wollte das irgendwie entkräften,
meldete sich noch einmal zu Wort und sagte:

„Damit kein Mißverständnis entsteht, die Straße bezahlt nicht etwa die öffentliche Hand, sondern Euref.“

Was nach unseren Informationen mehr als unsicher ist. So sah dies offenbar auch der durch die gebrochenen Versprechungen am Gasometer radikalisierte Bezirksverordnete Ratzkowski, der -inzwischen im Zuschauerteil- ins Plenum zurück rief:

„Und Euref macht es auch nicht.“

Für diese Ansicht des empörten Bezirksverordneten spricht viel. An ihren Taten werden sie gemessen…

Die Beschlussvorlage wurde angenommen bei 5 Enthaltungen und 11 Nein-Stimmen. Sie wurde mit deutlichen Worten hier kommentiert.

Material und Dokumente:

 

Über den Autor

azche24
Ich wohne mit meiner Familie direkt vor dem Gasometer auf der roten Insel in Schöneberg. Und mag dieses Industriedenkmal und Wahrzeichen seit Jahren.

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