Leuchtturm 2012 im Dunkel

Abenddämmerung mit Gasometer und Kran

Abenddämmerung mit Gasometer und KranAuffallend dunkel ist es derzeit um den Gasometer. Hell ist nur die Baustelle für Haus 7 auf dem alten GASAG-Gelände erleuchtet. Das Jahr beginnt also mit markanten Akzenten. Während die Neubebauung offenbar Priorität genießt, ist von der Sanierung des rostenden Gasbehälters nichts zu sehen.

Auch die Sanierung und Neueinrichtung des alten Maschinen- und Kesselhauses von Alfred Messel, in dem ja im Sommer laut offiziellen Auskünften die TU Studiengänge abhalten will, scheint nur zögerlich zu erfolgen. Geheimnisvoll hatte es in Pressemeldungen des vergangenen Sommers ja geheißen:

„Finanziert durch externe Investoren, werden die 1.700 Quadratmeter Nutzfläche des denkmalgeschützten roten Backsteingebäudes in den nächsten Monaten für den Wissenschaftsbetrieb umgebaut und denkmalgeschützt saniert.“

Apropos Dunkelheit, die „Nightscreen“-Werbefläche am Gasometer leuchtet schon seit Weihnachten nicht mehr. Sie wurde abgeschaltet, als immer mehr Leuchtdioden ausfielen. Dass die defizitäre Anlage derzeit für entbehrlich gehalten wird, ist wohl bezeichnend. Schließlich wurden auch 2011 keine Gewinne erzielt. Hat das sinnlose „große Flimmern“ an einem Baudenkmal ein endgültiges Ende gefunden?

Da könnte sich die Nachfolgerin von Bernd Krömer, die neue Stadträtin für Stadtplanung Sibylle Klotz, glücklich schätzen. Wir hatten 2010 prognostiziert: „Eine Sanierung des Gasometers wurde durch den `Sanierungsvertrag´ nicht erreicht. Stattdessen hat sich der Bezirk eine langfristige Leuchtwerbung eingehandelt, für die es weder wirtschaftlich noch denkmalpflegerisch einen nachvollziehbaren Grund gibt. Der Bezirk hat sich über den Tisch ziehen lassen oder sogar absichtlich den Eigentümer zu Lasten des Denkmalschutzes begünstigt. Mit dieser Altlast dürfen sich dann die Amtsnachfolger von Baustadtrat Krömer herumschlagen.“

Aber das ist natürlich nicht die einzige „Altlast“ des ausgeschiedenen CDU-Stadtrats Krömer. Der Bebauungsplan 7-29 beispielsweise liegt auch nach der erneuten Abstimmung durch die Bezirksverordnetenversammlung vor 10 Monaten am 16.2.2011 bislang nicht der zuständigen Senatsverwaltung zur Prüfung vor. Dies ist aber ausdrücklich nach der ersten Prüfung als Auflage an den Bezirk gegeben worden. Ist auch beim zweiten Mal die Abstimmung unter Druck zu früh erfolgt? Gibt es derzeit noch weiteren Änderungsbedarf?