Denkmalschutz

Der Gasometer und die umliegenden Gebäude sind eingetragene Baudenkmale und daher besonders schützenswert. Nach Auffassung nicht nur der BI Gasometer wird das gesamte Gebäudeensemble verunstaltet und verzwergt, wenn der Gasometer hoch ausgebaut und daneben Hochhäuser errichtet werden. Kein Mensch käme auf die Idee, den Berliner Funkturm mit Hochhäusern zu umstellen oder in seinem Inneren Appartements zu errichten. Einzelheiten zum Thema können Sie im Flugblatt von cero zum Denkmalschutz nachlesen. Nur zu!

Ein Gedanke zu “Denkmalschutz

  1. Denkmalschutz:

    Der Denkmalschutz wurde völlig unzureichend berücksichtigt.
    Der Denkmalschutz ist frühzeitig bereits im B-Plan zu berücksichtigen und festzusetzen, um einen klaren Planungsablauf zu garantieren. Siehe §1 Abs. 2 Denkmalschutzgesetz.

    Der Gasometer an sich ist in dieser Form mit seinem filigranen Gerüst bereits in Deutschland einmalig erhalten und schützenswert. Er ist in seiner jetzigen Form ohne Füllung Stadtbild prägend und Wahrzeichen Schönebergs. Die Nutzung als „banales“ Bürohaus ist diesem Monument unangemessen. Es gibt keine guten Beispiele für derartigen Ausbau. Ich musste mit erschrecken feststellen auf der Einwohnerversammlung, dass nicht mal Herr Bezirksstadtrat Krömer, die Typologien von bereits umgebauten Gasometern versteht. Daher hänge ich Ihnen Näheres zu dem in Oberhausen und zu dem Gasometern Simmering in Wien an. Der Gasometer gilt als gelungenes Beispiel einer Umnutzung, die volle Höhe des runden Innenraumes ist in seiner Ganzheit erfahrbar. Genau dies der Raum große runde Raum ist im wiener Beispiel nicht mehr zu erleben und dies wird stark bedauert in der Öffentlichkeit. Der unterschied zwischen diesen beiden Beispielen und dem Gasometer in Schöneberg besteht darin, dass sie beide schon immer eine geschlossene feststehen Fassade hatten, im Gegensatz zu der einmaligen Transparenz des Gasometers Schöneberg. Jeder Entwurf sollte diese Transparenz, den runden Raum und dessen Höhe achten und als Chance sehen einen einmaligen Raum zu gestallten. Dass der Projektentwickler ein Gebäude mit Glasfassade als transparent verkaufen will, ist eine Frechheit. In jedem Gebäude, besonders bei Bürogebäuden, gibt es einen Haufen Innenwände und Decken die nicht aus Glas bestehen. Wo bleibt da die Transparenz?
    Bei einem derartigen Ausbau könnte man nicht mehr nachvollziehen und wahrnehmen wie viel Volumen ein Gasbehälter aufgenommen hat, weil der Raum im Ganzen nicht mehr erfassbar wäre. Das Industriedenkmal hätte seine Wirkung verloren. Es wäre nur noch Fassade (siehe auch DSchG Bln § 10 Abs. 1).

    Der Städtebau wird in seiner Massivität, Höhen und Breiten weder der einmalig erhaltenen Gesamtanlage des denkmalgeschützten Gaswerk von 1871 mit seinen geringen Bauhöhen, noch dem Thema Europäisches Energieforum gerecht und genauso wenig der umliegenden Wohnbebauung. Das Gaswerk wird marginalisiert, man kann den Funktionsverlauf eines Gaswerkes nicht mehr wahrnehmen, da die denkmalgeschützten Gebäude hinter den Neubauten versteckt sind und man zwischen ihnen keine Sichtbeziehung mehr herstellen kann. Auch die Verlegung der Einfahrt zum Grundstück, lässt das Reglerhäuschen im nichts stehen ohne Bezug. Der Entwurf nimmt keine Rücksicht auf das Denkmalensemble und würdigt es auf keine Weise.
    Ich verweise hier auch noch mal auf die 20. Sitzung des Landesdenkmalrates Berlin am 20.6.2008 hin.

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