Das Märchen vom Denkmalschutz – oder: Die Tür, die nicht passte

Es war einmal ein selbsternannter Denkmalschützer, der immer großen Wind um seine  Aktivitäten in diesem Bereich machte. Dazu gehörte die berühmte Verhüllung des Brandenburger Tors mit Telekom-Reklame ebenso wie die legendäre Werbenutzung des Charlottenburger Tores. Nun wollte sich der König der Denkmalschützer einmal an einem Industriedenkmal versuchen und kaufte den Schöneberger Gasometer. Da sollte Großes entstehen – ein Energie-Forum, eine Energie-Universität, ein ganz besonderes und sehr hohes Hotel und viele viele Quadratmeter Büroraum.

Weil das alles nicht so lief, baute der kleine König der Denkmalschützer einen gebraucht gekauften Behelfsbau im Schöneberger Gasometer auf, den nannte er “WM-Kuppel”. Das war schön im Sommer und kalt im Winter, weil die Fußbodenheizung unter dem Folienzelt nicht funktionierte. Also schnitt der Denkmalkönig Löcher in die Stahlwände des Gasometers für Lüftungsrohre, die sahen von innen so aus:

Lüfungsrohr durch die Wand des Wasserbehälters; Foto: www.bi-gasometer.de

Lüfungsrohr durch die Wand des Wasserbehälters; Foto: www.bi-gasometer.de

Das Bezirksamt erfuhr davon erst recht spät, als die Löcher schon geschnitten waren. Und weil das Bezirksamt dem kleinen Denkmalkönig nicht gram sein wollte, genehmigte es diese Löcher nachträglich.

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Lärm und Techno bis nachts um zwei Uhr!

Soeben erfahren die Anwohner des Gasometers durch Aushang, dass am Donnerstag, dem 08.10.2009 bis nachts um 02.00 Uhr im Gasometer eine “Eröffnungsveranstaltung” stattfindet. Veranstalter ist eine Truppe namens “7-20degrees”, deren Webseite von der Anschütz Corporation betreut wird. Auf einer anderen ähnlichen Webseite wird solches Entertainment als “Drum And Bass Experience” beworben.

Verbunden ist dies mit Lärm und absolut einfallsloser Musik. Angeblich liegt eine Ausnahmegenehmigung vor.

Wir Anwohner fordern die politisch Verantwortlichen auf, derartigen Unfug zu unterbinden. Den Betroffenen ist zu raten, durch Lärmbeschwerden, Demonstrationen aller Art und nötigenfalls auch rechtliche Schritte gegen gezielten Lärmterror an einem Werktag vorzugehen. Nachdem sämtliche Luftblasen des Projektentwicklers wie Sanierung des Gasometers, Energie-Uni und Bauaktivitäten geplatzt sind, ist dies ein durchsichtiger Versuch von Müllers Mannen, mit Ihrer angeblich CO2-neutralen Plexiglaskuppel (praktisch offen mit Fußbodenheizung) akustische “Duftmarken” zu setzen.

Meinungsaustausch und Verabredung sinnvoller Aktionen im Forum der BI-Gasometer sind eröffnet.

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Finger weg vom S-Bahnhof Julius-Leber-Brücke !

Wie der Tagesspiegel meldet und einige Anwohner bereits bemerkt haben, wurde in der Nacht vom 14. auf den 15.05.2008 auf dem gerade eröffneten S-Bahnhof Julius-Leber-Brücke (Kolonnenstraße) mit Spraydosen und zerstörtem Inventar schwere Sachbeschädigung begangen.  Dabei wurde mit dummen Sprüchen wie

„Schöneberg ist auch ohne Investor geil“

vielfach der Eindruck erweckt, die Aktiven der BI Gasometer würden nach ihren  langen Arbeitstagen in der Nacht als Sprayer herumlaufen. Wir von der BI Gasometer missbilligen dies auf das schärfste:

Jahrelang (ich persönlich beispielsweise seit mehr als 20 Jahren) haben die Anwohner der umliegenden Straßenzüge auf diesen Bahnhof gewartet. Wir wohnen hier und wir wollen diesen Bahnhof nutzen. Wer immer die Täter waren – Investoren- oder Politikerschelte auf diese Weise schadet nur der Sache. Oder sollte diese Aktion sogar die Arbeit der BI in Misskredit bringen?

Die BI Gasometer hat mit über 200 Einwendungen gegen den Bebauungsplan zum Gasometer deutlich gemacht, dass ein Großteil der Bevölkerung der “Roten Insel” die Zerstörung ihrer Lebensqualität durch die geplanten enormen Baumassen nicht akzeptiert. Wir akzeptieren keine Gewalt.