Frist für Einwände ist der 25.03.2008!

Wir von der BI möchten noch einmal alle eindringlich darauf hinweisen, dass die Einsendung von Anregungen und Einwänden zum Bebauungsplan Gasometer (B-Plan 7-29) nur noch bis zum Dienstag nach Ostern, dem 25.03.2008 möglich ist!

Maßgebend ist der Eingang im Rathaus. Die schriftlichen Einwände können dort beim Pförtner gegen Quittung abgegeben werden, müssen aber innerhalb der Frist eingehen!

Wir halten die überstürzte Auslegung der Planunterlagen ohne rechtzeitige Ankündigung in der Tagespresse, die Auslegungsfrist über die Osterferien hinweg und auch die falsche Kennzeichnung der Unterlagen für einen gravierenden Formfehler des Bezirksamts und werden dies auch geltend machen.

Als Beispiel für denkbare Einwendungen zitiere ich hier aus einer Email an uns, die sich knapp aber genau mit denkbaren Anregungen befasst:

ich möchte hiermit folgende Anregungen zu o.a. Verfahren geben:

1)Verkehr
Es soll ein Verkehrskonzept vorgelegt werden, welches den Zielverkehr zum Planungsgebiet so führt, dass die umliegenden Wohngebiete (u.a. Insel, Eberstraße) nicht zusätzlich belastet werden. Aus Gründen der Baulogistik soll die geplante Erschließungsstraße vom Sachsendamm möglichst vor Beginn der Baumaßnahmen auf dem Gebiet fertiggestellt werden.
Der ruhende Verkehr (Parken) auf dem Gebiet soll so beschränkt werden, dass die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs gestärkt wird (Stellplatzbeschränkung auf höchstens 25% der projektierten Arbeitsplätze).
Es soll ein Konzept für den Rad- und Fußgängerverkehr erstellt werden. Ziel hierbei soll die weitgehende öffentliche Durchwegung des Gebiets und die Vernetzung mit anderen Rad- und Fußwegverbindungen sein.

2) Gebietsfestsetzung
Die beabsichtigte Festsetzung „Kerngebiet“ ermöglicht vieles, was an diesem Standort unerwünscht oder unangemessen ist, z.B. Vergnügungsstätten, großflächigen Einzelhandel etc.

Ich bitte entweder um eine andere Gebietsausweisung (z.B. GE, oder SO „Euref“), alternativ sollen die unerwünschten Nutzungen durch rechtssichere Textliche Festsetzungen ausgeschlossen werden.

3) Baukörper
Die Baumasse erscheint unangemessen hoch. Es ist zu untersuchen, inwieweit durch die Bebauung des Geländes die Frischluftschneise der S-Bahn-Trasse vom Südwesten in die City gestört wird. Außerdem sollten die Gebäudehöhen so bemessen werden, dass die Solitärstellung des Gasometers erhalten bleibt. Das Gelände ist ja eher durch eher niedrigere Industriebauten geprägt. Auch sollte der Gasometer nicht vollständig ausgefüllt werden, sondern zumindest in den beiden oberen Feldern frei bleiben, da auch der historische Tank nur selten die komplette Tragstruktur ausgefüllt hat.

Insgesamt sollte insbesondere durch Höhenlimitierungen die mögliche Geschossfläche auf ein verträgliches Maß reduziert werden.

4) Grünanlagen
Der Investor soll verpflichtet werden, die Nordspitze zu sanieren und der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen, sowie einen Beitrag zum Ausbau des Cheruskerparks zu leisten.

Selbstverständlich kann aber jeder Verfasser selbst entscheiden, was ihm oder Ihr wichtig ist. Ein Muster finden Sie unter Infomaterial.

Über den Autor

azche24
Ich wohne mit meiner Familie direkt vor dem Gasometer auf der roten Insel in Schöneberg. Und mag dieses Industriedenkmal und Wahrzeichen seit Jahren.