Beziehungspflege der EUREF

„Pflege der politischen Landschaft“ nennt man das: Beim letzten Aktiventreff der BI-Gasometer wurde berichtet, dass die EUREF AG, Betreibergesellschaft des Projektentwicklers für den Ausbau des Gasometers mit dem Bezirksamt Schöneberg einen Mäzenatenvertrag geschlossen hat. Darin verpflichtet sich die EUREF AG, für das Jugendprojekt „Gangway“ Mietkosten für zwei Jahre zu bezuschussen. Gangway e.V. betreibt Räume für Jugendliche in der Naumannstraße. Der Zuschussbetrag beläuft laut Berichten eines Ausschussmitglieds auf ca. 700 EUR monatlich; insgesamt entspricht dies einem Förderbetrag von rund 16.800 € über die gesamte Vertragsdauer.

Zum Vergleich: Die Werbeeinnahmen aus der ab August 2008 geplanten Vermietung des Gasometers als Werbefläche belaufen sich auf 15.000 bis 120.000 € monatlich. Der geschätzte Gewinn bei einer Aufwertung des Gasometer-Geländes vom Mischgebiet zum Kerngebiet ohne jede Gegenleistung des Projektentwicklers beläuft sich bei einem geschätzten Ankaufspreis von 100 €/m² und einem Grundstückspreis von ca. 8000 €/m² für Baugrundstücke in einem ausgewiesenen Kerngebiet mit der Möglichkeit, bis zum 80 Meter hoch zu bauen auf 50.000 * (8000-100) = 395.000.000,00 EUR. Da lohnt sich diese als „Mäzenatentum“ bezeichnete Einflussnahme auf politische Entscheidungsträger doch wirklich.

Preisrätsel der BI – Gewinner ist

… Ute hat 10 Fehler und Unrichtigkeiten in den Aussagen des Projektentwicklers Reinhard Müller nicht nur gefunden, sondern auch übersichtlich dargestellt. Das Preisbier nahm sie bei der letzten Aktivensitzung gefasst entgegen – danke, Ute.

Um einmal exemplarisch zu zeigen, wie viele Tatsachenverdrehungen, Unrichtigkeiten und offene Lügen ein Projektentwickler wie Reinhard Müller allein während einer kurzen Pressepräsentation in die Welt setzt, zitieren und kommentieren wir hier (mit Hilfe von Ute und einigen anderen Einsendern) aus dem Text:

Müller hatte das Gelände Ende März erworben (1)

1. Hatte er nicht. Eine Firma, für die Herr Müller beratend oder sonstwie tätig ist hat (wie dies in derartigen Fällen auch branchenüblich ist) eine Kaufoption für Teile des Geländes erworben. Von Kauf spricht man landläufig erst dann, wenn die Übereignung bindend vereinbart ist.

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Höhenansichten aus unserer Grafikabteilung

Unsere Grafiker aus der Cheruskerstraße haben für einen Flyer eine schöne Grafik entworfen, die hier sofort ausgestellt wird:

Höhenentwicklung Gasometer-Gelände

Die Planung des Projektentwicklers geht von enorm hohen Gebäuden aus, die sich erst aus einer Grafik so richtig erschließen. Und weil der Bebauungsplan 7-29 in der derzeitigen Fassung keinerlei Beschränkungen für Bauhöhen und -dichte enthält, wäre eine so monströse Bebauung auch durchführbar und müsste durch das Bezirksamt genehmigt werden.

Den Flyer Flugblatt-01 mit der Grafik werden wir auf dem Hauptstraßenfest am kommenden Wochenende verteilen. Vielen Dank für die schnelle und gelungene Arbeit, Thomas und Heike!

Abendschau berichtet über Anwohnerfrust am Gasometer

Am 17.03.2008 berichtet die Berliner Abendschau über die Bedenken der Anwohner des Gasometer-Geländes. Die Höhe des Gasometers, der zur Zeit noch freie Blick vom Cheruskerpark über die Flachbauten am westlichen Ende des Geländes zur Ebersstraße werden eindrucksvoll dokumentiert. Kommentar des zuständigen Bezirksstadtrates Krömer in der Sendung:

  1. Das Projekt ist eine Zierde für den Bezirk Schöneberg.
  2. Eine Verschattung von Wohnhäusern tritt nur für einzelne Häuser an wenigen Tagen des Jahres für wenige Stunden ein.

Da hat sich jemand gut informiert und eine fundierte Meinung.

Sprecher der BI Gasometer

Auf dem Aktiventreffen vom 28.02.2008 (wie zukünftig immer Donnerstag um 20.00 Uhr im Café Harmonie, Cherusker/Leuthener Straße) wurden Christine Dürr und Knut Jeckstadt zu Sprechern der BI gewählt. Christine hatte bereits die erste öffentliche Veranstaltung der BI am 19.02.2008 organisiert und moderiert.

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