Nachgefragt: Lichtwerbungspanne am Gasometer

Vor ziemlich genau sechs Monaten begann der offizielle Betrieb des angeblich größten LED-Screen Europas am Gasometer. Am 07.04.2008 hatten Bezirksstadtrat Bernd Krömer und Projektentwickler Reinhard Müller einen Vertrag geschlossen, der Müller und seinem Werbepartner für fünf Jahre die Nutzung des Schöneberger Gasometers als Reklametafel erlaubt. Seitdem leuchten Bildern und Videolips zweifelhafter Qualität auf die leicht genervten Anwohner der umliegenden Straßen herab:

  • seltsame Landschaftsaufnahmen, Unterwasseraufnahmen
  • alberne kleine Videoclips
  • grafische Animationen
  • Bildschirmschoner aller Art

Nur eines wird nicht oder nur sehr selten gesehen: Bezahlte und kommerzielle Werbung. Scheinbar wird „Europas größter LED-Screen“, den unser Glöckner in der ihm eigenen Schärfe zum Nightmare-Screen umgetauft hatte, zu Europas größtem Finanzdesaster. Aber diesen Rang hat derzeit noch  die HRE inne. Schade nur, dass Projektentwickler Müller bisher -soweit aus 50 Meter Entfernung erkennbar- seiner eigenen vertraglichen Verpflichtung noch nicht nachgekommen ist. Eine Sanierung des Baudenkmals Gasometer fand jedenfalls bis heute noch nicht statt. Hierzu werden Nachfragen erlaubt sein.

Über den Autor

azche24
Ich wohne mit meiner Familie direkt vor dem Gasometer auf der roten Insel in Schöneberg. Und mag dieses Industriedenkmal und Wahrzeichen seit Jahren.