Zitty: 160.000 m³ Leere

Unter diesem Titel erzählt das Stadtmagazin Zitty in seiner 24. Ausgabe die lange Geschichte von Pech, Pleiten und Pannen am Gasometer. Warum der Bezirk für die Investoren Projektentwickler

… nicht nur den roten Teppich ausgerollt, sondern sie, um im Bild zu bleiben, auch noch mit der Sänfte darüber getragen hat.

Und wie an der Nordspitze Geld und wertvolles Land verschenkt wurde.

Was Herr Andreas Baldow (SPD, ehemals Vorsitzender des Stadtplanungsausschusses in der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg) und Herr Christian Kuhlo (ehemals Baldows Chef bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und jetzt Prokurist im Firmenreich des Projektentwicklers) miteinander zu tun haben.

Dass sich Bezirksstadtrat Bernd Krömer (CDU) nicht mehr daran erinnern kann, seine spätere Ehefrau mit der Sachbearbeitung im Denkmalschutz für das Vorhaben Gasometer betraut zu haben.

Dass das Wissenschaftszentrum Berlin (WZB) nicht Partner, sondern Auftragnehmer der EUREF ist (ein kleiner, aber wichtiger Unterschied).

Was Journalist Frederik Bombosch da zusammengetragen hat, ist die bisher wohl umfassendste Darstellung von Hintergründen der kleinen Merkwürdigkeiten rund um den Gasometer in den letzten zwei Jahren. Die ganze Packung jetzt in der Zitty. Viel Spaß beim Lesen.

Über den Autor

azche24
Ich wohne mit meiner Familie direkt vor dem Gasometer auf der roten Insel in Schöneberg. Und mag dieses Industriedenkmal und Wahrzeichen seit Jahren.

1 Kommentar zu "Zitty: 160.000 m³ Leere"

  1. Hellmich | 2.12.09 um 10:43 |

    Alles schaut zum Gasometer-Gelände. Doch gleich gegenüber an der Naumannstraße spielt sich eine weitere Farce in Sachen „Umgang mit dem Bundesimmobilienvermögen“ ab. Auch hier sollte man mal genau drauf schauen, was unsere lieben Bürokraten so alles tun, um ein Gelände erstmal herunterzuwirtschaften, es dann auf Staatskosten zu sanieren (siehe auch Bodensanierung beim Gasometer-Gelände), und dann an die lieben Investoren zu verkaufen, die aus einem zentral gelegenen, bürgernahem Gewerbegebiet mit kleinen Werkstätten, Großhändlern etc. womöglich ein weiteres uniformes, gesichtsloses Mekka für Supermarktketten etc. machen. Und wie dabei mit dem aktuellen Mietern umgegangen wird, um Flächen frühzeitig zu räumen, um sich dann jahrelang nicht darum zu kümmern ist auch eine genaue Betrachtung wert. Aber Hauptsache das Bezirksamt wird mit einem schönen Park geködert, der dann wieder aus leeren Kassen gepflegt werden darf.

    Soweit ich weiß gab’s in den 70ern oder 80ern schon mal eine Bürgerinitiative, die verhindern wollte, dass links vom Naumannstraßengelände eine Straße gebaut wird. Man hat scheinbar schön lange gewartet, bis die letzten Mitglieder der Initiative verstummt sind und baut diese Straße aktuell mit EU-Fördergeldern. Wobei es auch hier Gerüchte gibt, dass man zu lange gabraucht hat, mit den Bauarbeiten anzufangen, sodass die Fördergelder verfallen sind… Wer weiss wer weiss. Mich würde mal interessieren, ob die Investoren nicht heimlich schon fest stehen und man jetzt lange genug wartet bis die Preise so durchgedrückt werden können, wie man sich das auf beiden Seiten vorstellt. Die Klüngelei auf dem Gasometergelände sollte auch im Bezug auf das Naumannstraßengelände mehr als zu denken geben.

    Man möchte gar nicht wissen, was sich in diesen Bereichen in unserer Hauptstadt noch so alles tut…

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