Energieuni möchte nach Tempelhof

Wie die Berliner Morgenpost meldet, möchte die Energie-Uni, ein als Privatuniversität angelegtes Projekt für Spitzenkräfte der Energiewirtschaft, nunmehr auf dem Flughafen Tempelhof heimisch werden.

Immer nebulöser werden dagegen die Nutzungspläne der Projektentwickler auf dem Gasag-Gelände.

Während früher noch die Energie-Uni ein fester Bestandteil der Öffentlichkeitsarbeit der EUREF war und bei jeder Gelegenheit als eine der wichtigen Nutzungen des Gasometers nach dessen Ausbau zu einem Bürohochhaus dargestellt wurde, wurde bereits im August in diversen Presseveröffentlichungen kolportiert, die Uni könne sich auch einen anderen Standort vorstellen. Etwa zur selben Zeit verschwanden der Berliner Bauunternehmer Klaus Groth und der früher ebenfalls bei der EUREF tätige Herr Ogirenko aus dem Internetauftritt und den Personalien der EUREF.

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azche24
Ich wohne mit meiner Familie direkt vor dem Gasometer auf der roten Insel in Schöneberg. Und mag dieses Industriedenkmal und Wahrzeichen seit Jahren.

3 Kommentare zu "Energieuni möchte nach Tempelhof"

  1. Willi Winzig | 9.10.08 um 13:55 |

    Offenbar haben sich die Wege von Groth und Müller inzwischen getrennt, und auch sonst gibt’s einigen Ärger:
    http://www.morgenpost.de/berlin/article902252/Die_Energie_Universitaet_geraet_ins_Wanken.html

  2. Es ist und bleibt in meinen Augen eine Luftnummer. Wie auch der Spiegel berichtet, bemühen sich die verbliebenen Akteure de EUREF weiterhin um ihr EUREF-Institute. Das Bemühen ehrt.

  3. Im Juli 2008 stellte sich auf eine kleine Anfrage im Abgeordnetenhaus heraus: Das damalige Uniprojekt der EUREF hatte aus Sicht der Wissenschaftsverwaltung noch nicht einmal den Status eines Projekts. Es gab nämlich bei der Verwaltung keinen Antrag auf Zulassung der Uni, mit dem üblicherweise das langwierige Prüfungsverfahren für eine private Universität eingeleitet wird. Eine klassische Luftnummer also.

    Das scheint kein Einzelfall zu sein. Wie der ehemalige Wissenschaftssenator George Turner im Tagesspiegel schreibt, ereilte eine mit großem Trara begleitete Privatuni im Management-Bereich ein ähnliches Schicksal. Nur mit dem Unterschied, dass die dortigen Macher bereits im Zulassungsverfahren waren, anders als bei den nebulösen Projekten der EUREF AG. Und dort wie hier: Namedropping und Polit-Promis wohin das Auge reicht.

    Ich frage mich immer, ob Politiker für so etwas Geld in Form von Auftrittshonoraren bekommen oder ob dort einfach Begeisterungsfähigkeit und Ahnungslosigkeit regieren.

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