Widerstand formiert sich: Offener Brief von der Roten Insel an Stadtrat Oltmann

Nicht ein kleines Dort in Gallien sondern die Rote Insel am Schöneberger Gasometer beginnt nun mit Protesten gegen die barocken Ausbauplanungen von Baustadtrat Oltmann (Grüne) und Euref/Reinhard Müller (SPD-naher Projektentwickler). Erster Schritt sind offene Briefe an die Bezirksbürgermeisterin, Bezirksstadtrat Oltmann, den obersten Denkmalschützer von Berlin und die untere Denkmalbehörde.

Auszug offener Brief vom 04.10.2020 an Bezirksstadtrat Jörn Oltmann (Grüne)

Der offene Brief kritisiert die massiven Pläne zum Ausbau des Gasometers, schildert eindringlich die gravierenden Folgen für das unmittelbare Wohnumfeld des Gasometers, zum Beispiel den stark genutzten Cheruskerpark und meint:

Unbestreitbar stellt der Gasometer als einzigartiges Industriedenkmal eine weit über den Bezirk hinaus erkennbare Landmarke mit herausragender stadtbildprägender Wirkung dar. Für die Rote Insel hat der Gasometer, besonders seit der Stilllegung im Jahr 1995, in seiner jetzigen Form mit der Durchsicht durch das monumentale Stahlgerüst eine erhebliche identitätsstiftende Bedeutung erlangt. Beides würde durch eine Bebauung des Gasometers über die im bisherigen Bebauungsplanentwurf 7-29 festgelegte Höhe hinaus massiv beeinträchtigt. 

– Auszug offener Brief vom 04.10.2020 an Stadtrat Oltmann

Weitere Aktionen und Proteste werden sicherlich folgen. Die offenen Briefe sind hier zum Download verlinkt, sie sind weitgehend wortgleich:

Übrigens: Mitmachen ist erlaubt!