Gute Autos – böse Autos

E-Mobilität als Aufhänger

Alle Elektroautos sind grün?Am Schöneberger Gasometer soll jetzt geforscht werden. E-Mobilität heißt das Thema. Partys im Gasometer-Zelt und erste Abrissarbeiten am „Messelbau“ markieren sichtbar und hörbar den Start. Auch bei der Eröffnung des Parks auf dem Flughafen Tempelhof wimmelte es von Elektrofahrzeugen, wie dem grünen Modell auf unserem Bild.

Was da auf dem vormaligen Gaswerksgelände geforscht werden soll, bleibt aber wolkig:

„Formen des Flottenbetriebs, der Ladeinfrastrukturen und IT-Schnittstellen sollen hinsichtlich Nutzerverhalten und Anwenderfreundlichkeit getestet werden. Daraus sollen Erkenntnisse abgeleitet und in marktfähige Mobilitätsangebote überführt werden.“ (Quelle)

Uns von der BI interessiert an dem Modethema Elektromobilität vor allem eins: Weiterlesen

EUREF kommt zu spät – Delmenhorst ist weiter

Die Welt wartet leider nicht auf das EUREF Institut – der Bezirk sollte die Planziele am Gasometer der Realität anpassen.

Das EUREF Nutzungskonzept muss sich in einem Subventionsmarkt behaupten, der durch Wissenschaftler mit fachlicher Kompetenz und durch Industrieunternehmen mit erheblichem Eigenkapital dominiert wird. Kompetenznetzwerke in der Energieforschung entstehen derzeit im Wochentakt – lokal, regional, international. Der staatlich subventionierte Forschungsbetrieb bietet Millionenbudgets, die vor allem Technikentwicklung (E-Mobilität, Geothermie, Solarzellen, Biogas) aber auch interdisziplinäre Modellprojekte in der energetischen Gebäudesanierung unterstützen. Da greifen Universitäten zu, aber auch Industrie und Landkreise. Immobilienentwickler sind dagegen in keinem Projekt erwähnt. Auch Politiker werden nicht als Fangemeinde präsentiert.

Der Pressedienst idw offenbart, dass die Planspiele der EUREF weder einzigartig noch innovativ sind.

Weiterlesen

Blankoscheck für den Investor

Der Tagesspiegel berichtet unter dieser Überschrift über den aktuellen Stand der Bemühungen um Wissenschaft auf dem GASAG-Gelände. Sauber recherchiert und unemotional wird dargestellt, warum es an Wissenschaft bisher fehlt.  Und die Vorstellungen unserer BI werden angemessen wiedergegeben:

„Der Bebauungsplan ist ein Blankoscheck für den Investor“, sagt der Stadtplaner Jörn Dargel. Er unterstützt die Bürgerinitiative gegen das Vorhaben. Das Energie-Institut existiere doch nur auf dem Papier, deshalb hätte der Bezirk nach seiner Auffassung das sieben Hektar große Areal besser zum „Sondergebiet“ erklären sollen. Dann müsste der Investor für jeden Neubau erneut eine Genehmigung einholen. So könne die öffentliche Hand die Entwicklung besser steuern – und sich das Risiko Investitionsruinen ersparen, meint Dargel. Stattdessen werde nun mit einem Schlag ein riesiges Areal genehmigt – obwohl in der Nähe am Sachsendamm Büros leer stehen.

Man beachte auch die Darstellung der Stimmungslage von Bezirksstadtrat Krömer

„Es gibt doch kaum noch Widerstände“, sagt Baustadtrat Bernd Krömer (CDU) gut gelaunt.

und die vielen Anführungszeichen, mit denen der Verfasser des Artikels Schönball Halbwahrheiten und Propaganda kenntlich macht.

Überhaupt läuft es inhaltlich und in der Presse derzeit  bescheiden für die Macher des “Energie-Forums”: Auch die renommierte FAZ wusste in einem Artikel  mit dem schönen Titel Viel Gerede um das Energie-Forum am 27.06.2009 zu berichten, dass der Sprecher der EUREF, nämlich RTL-Kommentator Hofmann (so der Tagesspiegel) “unerwartet heftig” auf Nachfragen nach der Vorgeschichte des Projekts reagiert habe. Was die Autorin der FAZ zu de durchaus treffenden Titelzeile

Gute Idee, schlechte Art

inspirierte. Auch wir hatten im Herbst 2008 über den “Pulverdampf am Gasometer” berichtet. Seriös ist in meinen Augen anders. Und wissenschaftlich erst recht.

Luftnummer EUREF – Energieforum und Energie-Uni

Projektentwickler haben entweder schon bei Beginn des Bauplanungsverfahrens, also bevor die kommunalen Entscheidungsträger bearbeitet werden, einen Kunden, der die zu schaffenden Flächen mieten, nutzen oder sogar kaufen will. Oder eben nicht.

Die Firmen aus dem Dunstkreis des Projektentwicklers Müller, ob sie da EUREF heißen oder “Denkmal-Plus Berlin GmbH & Co. KG” haben sicherlich keine Kunden, für die mehr als 100.000 m² Nutzfläche neu entstehen müssten:
Weiterlesen