Gute Autos – böse Autos

E-Mobilität als Aufhänger

Alle Elektroautos sind grün?Am Schöneberger Gasometer soll jetzt geforscht werden. E-Mobilität heißt das Thema. Partys im Gasometer-Zelt und erste Abrissarbeiten am „Messelbau“ markieren sichtbar und hörbar den Start. Auch bei der Eröffnung des Parks auf dem Flughafen Tempelhof wimmelte es von Elektrofahrzeugen, wie dem grünen Modell auf unserem Bild.

Was da auf dem vormaligen Gaswerksgelände geforscht werden soll, bleibt aber wolkig:

„Formen des Flottenbetriebs, der Ladeinfrastrukturen und IT-Schnittstellen sollen hinsichtlich Nutzerverhalten und Anwenderfreundlichkeit getestet werden. Daraus sollen Erkenntnisse abgeleitet und in marktfähige Mobilitätsangebote überführt werden.“ (Quelle)

Uns von der BI interessiert an dem Modethema Elektromobilität vor allem eins: Weiterlesen

Glückliches Schöneberg

Wie dumm darf sich eine Stadtverwaltung anstellen, bevor es kriminell wird?

BlaumilchkanalDer Spiegel berichtet in Heft 15/2010 über einen Bauskandal in Bonn, der die Stadt und viele Handwerksbetriebe ruinieren kann . Die Bonner Politiker und nun vor allem die Bürger sind dort Opfer eines „Märchenmannes“ und ihres eigenen Größenwahns geworden.

Ein Mann von außerhalb kam, verkündete große Baupläne zu einem World Conference Centrum Bonn (WCCB) , versprach, dass die Stadt keinen Pfennig dafür geben muss, nahm selbst viel Geld mit und verließ danach die Stadt. Er hinterlässt nun Schulden, ein halbfertiges Gebäude und einen politischen Skandal mitten im Wahlkampf. Bonn liegt schließlich in NRW.

Aber auch die Staatsanwaltschaft Bonn ermittelt jetzt gegen Stadtpolitiker bis hin zur Ex-Oberbürgermeisterin. Der Spiegel fragt deshalb:

Wie dumm darf sich eine Stadtverwaltung anstellen, bevor es kriminell wird?

Die Masche ist einfach

Der Investor überzeugte die Bonner mit einem irgendwie bekannten Namen (Hyundai), hat aber nichts mit dem gleichlautenden Konzern zu tun. Die Bonner verzichteten aber wegen des Namens auf jegliche Bonitätsprüfung.

Der Investor kam gemeinsam mit gut beleumundeten Architekten und Anwälten. Diese wechselten nach Abschluss der Verträge offiziell die Seiten und fingen bei Mr. Kim an.

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EUREF kommt zu spät – Delmenhorst ist weiter

Die Welt wartet leider nicht auf das EUREF Institut – der Bezirk sollte die Planziele am Gasometer der Realität anpassen.

Das EUREF Nutzungskonzept muss sich in einem Subventionsmarkt behaupten, der durch Wissenschaftler mit fachlicher Kompetenz und durch Industrieunternehmen mit erheblichem Eigenkapital dominiert wird. Kompetenznetzwerke in der Energieforschung entstehen derzeit im Wochentakt – lokal, regional, international. Der staatlich subventionierte Forschungsbetrieb bietet Millionenbudgets, die vor allem Technikentwicklung (E-Mobilität, Geothermie, Solarzellen, Biogas) aber auch interdisziplinäre Modellprojekte in der energetischen Gebäudesanierung unterstützen. Da greifen Universitäten zu, aber auch Industrie und Landkreise. Immobilienentwickler sind dagegen in keinem Projekt erwähnt. Auch Politiker werden nicht als Fangemeinde präsentiert.

Der Pressedienst idw offenbart, dass die Planspiele der EUREF weder einzigartig noch innovativ sind.

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WZB diskutiert mit BI Energie-Universität am Gasometer

Am 14.01.2009 diskutierten Vertreter der BI-Gasometer mit Wissenschaftlern des Wissenschaftszentrum Berlin (WZB) über die Probleme und Möglichkeiten der so genannten Energie-Universität auf dem Gasometergelände. Statt Schmähkritik der Anwohner vorzutragen, diskutierten wir die Chancen und Probleme einer solchen Planung in fachlicher Sicht.

Das WZB hat im Oktober 2008 von der Projektentwicklerin des Gasometergeländes Konzeptplus den Auftrag erhalten, ein Konzept für das zukünftige EUREF-Institut zu entwerfen. Dieses soll unabhängig und privat

die Vernetzung unterschiedlicher Disziplinen und Anwendbarkeit von Innovationen für Politik und Wirtschaft“ (EUREF-Selbstdarstellung)

fördern. Teil des Auftrags ist auch die inhaltliche und wirtschaftliche Konzeption der privaten Universität. Bekanntlich war ein ähnlicher Auftrag zuvor an die Fachleute der Bucerius-Stiftung vergeben worden, der nach einem öffentlich ausgetragenen Streit über den Standort des Konzepts nicht weiter verfolgt wurde.

Die Wissenschaftler des WZB haben aus der Presse entnommen, dass es rund um das Projekt Zweifel und auch Spannungen gibt und führen nun Gespräche mit allen Beteiligten und Betroffenen, um die Einwände zu hören und mögliche Konflikte zu prüfen.Aus diesem Anlass wurde auch die BI gefragt, ob wir unsere Vorbehalte gegen das Uni-Projekt erläutern können. Weiterlesen