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Ich wohne mit meiner Familie direkt vor dem Gasometer auf der roten Insel in Schöneberg. Und mag dieses Industriedenkmal und Wahrzeichen seit Jahren.

Bilder weg?

Ganz aufmerksame Menschen haben vielleicht bemerkt, dass die zahlreichen Bilder vom Gasometer Schöneberg, seiner Denkmalschändung und diversen Veranstaltungen der BI nicht mehr unter der alten Internetadresse zu erreichen sind. Die Bilder sind zwar noch da, aber die Webseite mit der Galerie war leider sehr häufig Ziel von Spamattacken und Angriffen fachkundiger Hacker; sie wurde daher geschlossen. Die Bilder sind natürlich nicht weg, sondern nur verschoben und werden demnächst hier wieder zu sehen sein.

Damit das Warten nicht so schwer fällt, hier schon mal eine kleine Kostprobe:

Kran in Konkurrenz (2012)

40 Prozent Blödsinn und schlecht erschlossen

Momentan entwickelt sich das Euref-Gelände am Gasometer zu einer schlecht erschlossenen Sackgasse. Durch die großen Baustellen für die Umgestaltung der Grünstreifen entlang der Bahn ist die ohnehin wenig verkehrsgünstige, schmale und steile Torgauer Straße unzugänglicher als je zuvor. Und ob es die für eine noch dichtere Bebauung und das Inkrafttreten des Bebauungsplan 7-29 notwendige Erschließungsstraße je geben wird, ist weiterhin fraglich. Denn hinter den Kulissen wird um die Kosten gefeilscht. Und wie aus Kreisen der Bezirksverordneten zu hören ist, glauben dort viele den 40 Prozent Blödsinn.

Zur Erinnerung noch einmal kurz der Vorlauf: In einer handstreichartigen Aktion, wie sie sonst wohl nur in Bananenrepubliken üblich sein dürfte, hatten der nach den Berliner Neuwahlen kurz vor seiner Abberufung stehende ehemalige Baustadtrat Bernd Krömer Weiterlesen

Stadtrat Schworck und die Pannen

Cheruskerpark Nordspitze, Juni 2012

Cheruskerpark Nordspitze, Juni 2012

Oliver Schworck (SPD) ist immerhin nach Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler der „zweite Mann“ in der Tempelhof-Schöneberger SPD. Und doch hinterlässt er seit seinem Amtsantritt mit schöner Regelmäßigkeit verbrannte Erde wie in dem nebenstehenden Bild, das den von Schworck verantwortlich geplanten Rasen im Norden des Cheruskerdreiecks im Sommer 2012 zeigt. Zwar haben starke Regenfälle die Schäden durch unterlassene Pflege des Parks behoben – das Gras wächst wieder. Nicht geheilt sind jedoch die Folgen der politischen Pannen Schworcks. Seine Pleiten, Pannen und politischen Problemzonen sind ebenso zahlreich wie folgenschwer für den Bezirk.

Ob es Abholzaktionen sind wie im Cheruskerpark oder Lassenpark, massiv versenkte Steuergelder ohne Abrechnungspflicht wie an der Nordspitze, Stadtbalkon oder Treppe oder Wildwuchs oder egal Irgendetwas am Bautzener Platz. Torgauer Straße sperren oder nicht sperren oder einfach nichts tun. Immer wieder glänzt Schworck zunächst durch Desinteresse oder schlichte Unkenntnis der Faktenlage, danach durch blinden Aktionismus über die Köpfe der Beteiligten hinweg und zuletzt kommt das lange schmerzhafte Rückzugsgefecht bis hin zur völligen Lächerlichkeit. Der 2. Mann ist jetzt etwas mehr als 5 Jahre im Amt, zunächst als Stadtrat für Bürgerdienste, Ordnungsaufgaben, Natur und Umwelt. Seit der Neubildung des Bezirksamts im November 2011 macht Schworck jetzt in Jugend, Ordnung und

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TU-Campus EUREF – die üblichen Verdächtigen

Nicht so ganz der große Renner war die Informations- und Werbeveranstaltung von EUREF und TU auf dem Gelände am Gasometer am 19.07.2012. In der alten Schmiede tummelten sich vor allem die üblichen Verdächtigen, nämlich Projektentwickler Reinhard Müller und einige seiner ohnehin auf dem Gelände ansässigen Nutzer. Geworben wurde für die Masterstudiengänge der TU, welche zunächst im Sommersemester beginnen sollten, nun aber (ob wegen Bauverzögerungen oder mangels Interesse ist nicht bekannt) für das Wintersemester geplant sind.

Neben einer sehr hohen “Buzzwords-Dichte” in den Verlautbarungen registrierten Beobachter eher unterdurchschnittliches Publikumsinteresse. Ob hier 10 Weiterlesen

Petition für Gaslaternen

Typische Gaslaterne (Bild:Gaslicht-Kultur)

Typische Gaslaterne (Bild:Gaslicht-Kultur)

Die Torgauer Straße ist nicht nur geheimnisvoll, sondern auch einer der letzten Orte Berlins, wo die typischen Berliner Gaslichtlaternen in verschiedenen Typen zu sehen sind. Romantisch und geheimnisvoll wie im berühmten Film “Gaslight” vor allem bei diesigem Wetter und bei Nebel.

Aber die Berliner Gaslaternen sollen aussterben, auch hier zählen Kosten und Einsparungsgesichtspunkte mehr als Denkmalschutz. Der Verein “Gaslicht-Kultur” hat eine Online-Petition gestartet, die sich für den Erhalt der Gaslaternen einsetzt. Zwar funktioniert die Ausweis-App auf der Webseite der Petition nicht, man kann aber auch so den Erhalt der Gaslaternen unterstützten..

(K)ein Richtfest für die Energie-Universität

Provisorisches Schild (EUREF-Institut) Sommer 2010

Im Jahr 2008 war es noch eine stiftungsfinanzierte private Energie-Universität, die auf dem “Campus” am Schöneberger Gasometer demnächst ihren Betrieb aufnehmen sollte. Da wurde die Werbetrommel gerührt, fanden Veranstaltungen mit bekannten Namen im Rathaus Schöneberg statt. Jetzt, etwa vier Jahre später, ist das Geschichte. Das Projekt heißt jetzt anders und wird von der TU Berlin betreut.

Heute ist “Richtfest” für das Gebäude, in dem (schon einmal verschoben) im kommenden Wintersemester zwei Masterstudiengänge durchgeführt werden sollen. Keine Privatuniversität mehr, sondern ein Institut von und mit der TU Berlin.

Grund genug für uns, in einem schon länger geplanten Artikel den langsamen Abstieg der Energie-Universtität von einer stiftungsfinanzierten Privatuniversität zu einem TU-nahen Institut darzustellen und vor allem auch, wie langsam und allmählich die großen Ankündigungen in der öffentlichen Darstellung “verkleinert” wurden.

CDU macht Denkmalfolklore

Ralf Olschewski (CDU); Quelle: BA TS

In der Sitzung des Ausschusses für  Stadtplanung der Bezirksverordnetenversammlung von Tempelhof-Schöneberg vom 09.05.2012 verwirrte die Fraktion der CDU das Bezirksamt und Fachleute gleichermaßen: Sie forderte vehement das Bezirksamt auf, vierteljährlich ein Schöneberger Denkmal im Internet vorzustellen, wie dies etwa das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf mit seinem Denkmal des Monats vorgemacht habe. Diese Arbeit -so der Fraktionsvorsitzende Olschewski der CDU- solle wie im südlichen Nachbarbezirk die untere Denkmalbehörde (UD) des Bezirksamts leisten. Er selbst könne  so etwas locker an einem halben Tag machen.

Denkmalschutz a'la CDU

Diese Denkmalfolklore kommt von einer Partei und einem Bezirkspolitiker, die in der Vergangenheit vor allem durch maximal leichtfertigen Umgang mit dem Industriedenkmal Gasometer Schöneberg aufgefallen ist.

Das Ansinnen der CDU ist in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert: Weiterlesen

Fahrradwege prallen auf Tulpenschilder

Eingang Cheruskerpark mit "Tulpe"

Einen seltsamen Verlauf nahm die Veranstaltung des Bezirksamts Tempelhof-Schöneberg mit dem Thema „Bürgerinformation Grünzug Südkreuz und Querung Wannseebahngraben“ am 19.04.2012. Einfache Hinweise der etwa 100 anwesenden AnwohnerInnen auf Planungslücken des Bezirksamts sorgten für fachliche Meinungsverschiedenheiten innerhalb des Bezirksamts und zeigten vielfach bessere Detaillösungen auf.

Nachbesserung versprachen die MitarbeiterInnen des Bezirksamts beim Fahrradverkehr über den als „Saager-Steig“ bekannten Weg von der Roten Insel Richtung Ebersstraße und bei den Details der Parkgestaltung. Und das Cheruskerdreieck bekommt vielleicht sogar eine Rodelbahn. Nur an Julius Leber will niemand so richtig erinnert werden.

Die Einladung zur Veranstaltung war in 8000 Exemplaren gedruckt worden. Eine solche Menge reicht nach unseren eigenen Erfahrungen, um jeden Haushalt auf der Roten Insel und in der Ebersstraße mit je einem Flyer zu versorgen. Allerdings waren die Verteiler des Bezirksamts scheinbar nicht über die Leuthener Straße hinaus gekommen. Weite Teile unserer Nachbarschaft, die von zuständigen Fachbeamtin Frau Hoffmann als „Gebietskulisse“ bezeichnet wurde, hatten jedenfalls keine Einladung erhalten.

Trotzdem waren etwa 100 AnwohnerInnen erschienen. Sie bekamen einen Abriss der Planung des Grünzuges entlang der Torgauer Straße und im südlichen Teil des Cheruskerparks (das so genannte „Cheruskerdreieck“). Hier soll vor allem der etwa 20 Weiterlesen

LED Leuchtturmprojekt EOL

EOL – End Of Life sagt man bei Glühbirnen, LEDs und Politikern, wenn es vorbei ist mit der Leuchtkraft. Der Nightmare-Screen am Gasometer wurde im Herbst 2008 eingeweiht. Seit dem Jahreswechsel ist die Flimmerreklame außer Betrieb.[shashin type=”photo” id=”345″ size=”medium” columns=”max” order=”user” caption=”n” position=”right”] Schon zuvor kam es häufiger zu spektakulären Aussetzern wie auf unserer Aufnahme. Jetzt bauen Industriekletterer die aus Baustahlmatten bestehende Konstruktion ab. Und es wird wohl nie wieder flimmern.

Gefährlich: Abbau des LED-Screens

Mit maximalem Tamtam und Häppchenparty am Sachsendamm wurde  im September 2008 der “größte Night-Screen Europas” offiziell eingeweiht. Da war schon bekannt, wie Weiterlesen

Planstraße – Der Griff in die Kasse

Torgauer Straße mit Eisenbahnbrücke der westlichen Ringbahn-Spitzkehre, 1912 (Museen Tempelhof-Schöneberg von Berlin / Archiv)

Torgauer Straße mit Eisenbahnbrücke der westlichen Ringbahn-Spitzkehre, 1912 (Museen Tempelhof-Schöneberg von Berlin / Archiv)

Genau zwei Tage vor seinem Amtsende hat am 21.11.2011 der Bezirksstadtrat Bernd Krömer (CDU) durch einen unanfechtbaren Nachtrag zum städtebaulichen Vertrag über die Planstraße vom Sachsendamm zum alten Gasag-Gelände (EUREF) den Bezirk Tempelhof-Schöneberg in die Verantwortung genommen. Es wurden noch schnell Fakten geschaffen: Projektentwickler Reinhard Müller sollte offenbar der Zugang zu öffentlicher Förderung eröffnet werden, um ihn finanziell zu entlasten. Zudem werden ihm durch den Nachtrag Optionen für gewinnversprechende Nachverhandlungen eröffnet.

Erschließungsproblem

Die so genannte Planstraße ist eine geplante Straßenverbindung, die vom Sachsendamm kommend an der Teske-Oberschule vorbei unter den Bahnanlagen der Ringbahn hindurch, die Torgauer Straße kreuzend, direkt auf das EUREF-Gelände am Gasometer führt. Diese Straße ist notwendig für die Erschließung des Geländes und vor allem dafür, dass dort mehr als die gegenwärtig genehmigten und vorhandenen Baumassen entstehen können.

Der momentane Bauten- und Genehmigungsstand von rund 46.400 m² Geschossfläche (GF) beruht auf einem Verkehrsgutachten des Vorhabenträgers EUREF vom 19.11.20101 und auf einer maximalen Auslastung der Torgauer Straße im jetzigen Zustand. Die Verkehrsbelastung soll sich dem Gutachten zufolge durch veränderte Nutzungsabsichten gegenüber dem Stand der Planung und Begutachtung von November 20092 erheblich verringern.3 Weiterlesen


  1. erstellt von der Firma Hoffmann & Leichter 

  2. 66.000 m² GF, 1.400 Arbeitsplätze, zusätzliche 1.200 Fahrzeugbewegungen täglich 

  3. Stand November 2010: 46.400 m² GF und 30 Wohneinheiten, 950 Arbeitsplätze, jetzt nur noch 450 zusätzliche Fahrzeugbewegungen täglich